Jede gescannte Aktie bekommt bei StockyScanner zwei Werte zwischen 0 und 100: den Win-Score (wie attraktiv sieht die Aktie aktuell aus) und den Risiko-Score (wie riskant ist sie). Beide werden täglich neu berechnet, für jeden Nutzer identisch, und laufen komplett automatisiert – keine Redaktion, keine Einzelmeinung.
Win-Score: die wichtigsten Bausteine
Der Win-Score ist eine gewichtete Kombination aus mehreren Einzelfaktoren. Jeder Faktor wird zunächst in einen Perzentilwert (0–100) umgerechnet, bevor die Gewichtung angewendet wird – eine Aktie wird also immer relativ zu allen anderen gescannten Aktien eingeordnet, nicht gegen einen fixen Schwellenwert. Die genaue Gewichtung ist Teil unserer Methodik und bleibt unveröffentlicht, die Bausteine selbst sind aber transparent:
Am stärksten fließen Wachstum (Umsatz- und Gewinnentwicklung), Bewertung (KGV, PEG, Forward-KGV und Free-Cashflow-Rendite, branchennormiert – ein KGV von 15 bedeutet bei einer Bank etwas anderes als bei einem Tech-Unternehmen), die Analysten-Kursziel-Upside sowie das Momentum (relative Stärke gegenüber dem breiten Markt) ein.
Mit etwas geringerem Gewicht ergänzen News-Sentiment und Analysten-Revisionen (Netto-Upgrades minus Downgrades) das Bild, gefolgt von Accumulation/Distribution (Kauf- gegen Verkaufstage), dem Post-Earnings-Drift (Kursreaktion nach dem letzten Quartalsbericht) und dem Insider-Netto (Käufe minus Verkäufe von Firmeninsidern der letzten 90 Tage) als kleineren, aber weiterhin relevanten Bausteinen.
Fehlt für eine Aktie ein Datenpunkt (z. B. weil noch keine Analysten-Kursziele existieren), fließt an der Stelle ein neutraler Wert von 50 ein, statt die Aktie ganz auszuschließen.
Risiko-Score: die wichtigsten Bausteine
Der Risiko-Score funktioniert nach demselben Perzentil-Prinzip, bewertet aber die andere Richtung – ein hoher Wert bedeutet höheres Risiko, kein hohes Potenzial. Auch hier bleibt die genaue Gewichtung unveröffentlicht, die Bausteine sind:
Den größten Anteil hat die Solvenz (Altman-Z-Score, Piotroski-Score und Verschuldungsgrad, branchennormiert), gefolgt von Volatilität (Beta gegenüber dem Gesamtmarkt) und der Bewertungs-Überdehnung (wie teuer die Aktie relativ zur eigenen Branche aktuell ist).
Mit geringerem Gewicht fließen die 52-Wochen-Lage (Nähe zum Jahreshoch), Liquidität (Marktkapitalisierung und Handelsvolumen) und Short Interest (Anteil leerverkaufter Aktien) ein.
Was die Scores nicht sind
Win-Score und Risiko-Score sind rein informative, automatisiert berechnete Kennzahlen. Sie stellen keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar und berücksichtigen weder deine persönliche finanzielle Situation noch deine Risikobereitschaft.